Ein Trainingsplan kann für seinen Verfasser eindeutig aussehen und bei einem anderen Trainer trotzdem Fragen auslösen. Steht ein blauer Kreis für einen Spieler oder eine Trainingsmarkierung? Zeigt ein Pfeil eine Bewegung oder weist er auf die nächste Übung hin? Bedeutet „linke Seite“ links vom Eingang aus gesehen oder links aus Sicht des Trainers?
Für Vereine und Schulen, die Trainingspläne gemeinsam nutzen, bietet sich eine kurze schriftliche Legende zu jeder Skizze an. Sie soll die beabsichtigte Anordnung verständlich machen, auch wenn der Verfasser nicht anwesend ist. Der folgende Ablauf ist ein Vorschlag für die Dokumentation. Das enthaltene Beispiel können Sie an Ihre eigenen Einheiten anpassen.
Material, Personen und Bewegungen unterscheiden
Legen Sie zunächst fest, wie Ihre Pläne Material, Personen und Bewegungen darstellen. Beispielsweise könnten beschriftete Kreise die Positionen der Trainingsmarkierungen kennzeichnen, der Buchstabe P die Spieler und Pfeile ausschließlich deren Bewegungen.
Schreiben Sie diese Zuordnung neben die Skizze. Setzen Sie nicht voraus, dass alle Trainer ein Symbol gleich verstehen, insbesondere wenn mehrere Personen Pläne beisteuern.
Geben Sie den Markierungspositionen kurze Kennzeichnungen wie A, B und C. Diese gehören auf den Plan; das Material selbst muss dafür nicht verändert werden. Eine Änderung lässt sich dann präzise beschreiben: „Die Startposition von A nach B verlegen“ ist eindeutiger als „An der anderen blauen Markierung beginnen“.
Falls die Auswahl der Trainingsmarkierungen noch offen ist, behandeln Sie die Beschaffung getrennt von der Zeichnung. Für diesen Schritt können Sie den Kaufratgeber für Trainingsmarkierungen und die Produktübersicht der Trainingsmarkierungen heranziehen.
Eine eindeutige Blickrichtung festhalten
Ergänzen Sie einen Orientierungssatz mit einem gut erkennbaren Bezugspunkt am Trainingsort. Zum Beispiel: „Diese Skizze wird mit Blick vom Eingang des Materialraums auf die Übungsfläche gelesen.“
Wird ein Plan an mehreren Orten verwendet, lassen Sie dafür ein Feld frei, das der durchführende Trainer ausfüllt. So wird kein Bezugspunkt übernommen, der am neuen Ort keinen Sinn ergibt. Vermeiden Sie Formulierungen wie „die übliche Seite“ oder „die hintere Ecke“, sofern der Plan diese Begriffe nicht erklärt.
Geben Sie außerdem an, ob die Zeichnung schematisch ist. Wenn Abstände für die geplante Übung wichtig sind, sollte der Verfasser sie gesondert in der Übungsbeschreibung festhalten. Ein anderer Trainer sollte sie nicht aus der Größe einer gedruckten Skizze ableiten müssen.
Dieses Dokument vermittelt die Absichten der Trainingsplanung. Es bestätigt weder die Eignung des Materials noch ersetzt es die genauen Herstelleranweisungen für dessen Verwendung, Prüfung, Pflege oder Lagerung.
Farben als zusätzliche Kennzeichnung nutzen
Beschreiben Sie zunächst die Aufgabe jeder Markierungsgruppe und erst danach ihre Farbe. Ein Beispiel:
- Gruppe A: Startpositionen.
- Gruppe B: Begrenzungen der Übungsfläche.
- Gruppe C: Rückkehrpunkte.
Ergänzen Sie anschließend die vorgesehenen Farben als eigene Notiz. So kennt die Vertretung sowohl die Funktion als auch das visuelle Erkennungsmerkmal. Die bloße Anweisung „Die gelben auslegen“ lässt dagegen offen, wofür sie gedacht sind.
Wenn die Farbe Bestandteil der Übung ist, schreiben Sie das ausdrücklich dazu. Ist eine vorgesehene Farbe nicht verfügbar, sollte der durchführende Trainer dies mit dem Verfasser klären. Dient die Farbe lediglich der Organisation, kann der Verfasser eine andere Farbe ausdrücklich zulassen und darum bitten, die Legende entsprechend zu aktualisieren.
Wie sich die Materialsets ergänzend zum schriftlichen Plan organisieren lassen, behandelt der Beitrag Markierungssets für wechselnde Trainingsstationen.
Beispiel für eine kurze Notiz zum Markierungsplan
Die folgende Beispielnotiz ergänzt eine bereits vorhandene Übungsskizze. Sie ist eine Vorlage für die Verständigung und keine Vorgabe für eine bestimmte Trainingsübung:
- Einheit: Passübung am Dienstag, erster Übungsblock.
- Planversion: Fassung B; ersetzt Fassung A.
- Blickrichtung: Vom Eingang des Materialraums zur Übungsfläche.
- Zeichnung: Schematisch; maßgeblich sind die in der Übungsbeschreibung notierten Abstände.
- Kennzeichnungen: A bezeichnet die Startpositionen, B die Rückkehrpunkte.
- Bevorzugte Farben: A ist blau, B ist gelb. Andere Farben sind möglich, wenn die Legende vor der Besprechung aktualisiert wird.
- Pfeile: Zeigen ausschließlich Spielerbewegungen, keine Veränderungen der Materialpositionen.
- Änderung gegenüber der vorherigen Fassung: Rückkehrpunkt B ist auf der gegenüberliegenden Seite eingezeichnet. Frühere Fassungen sollen für diese Einheit nicht verwendet werden.
- Offene Frage: Der Verfasser bestätigt die endgültige Gruppeneinteilung, bevor der Plan weitergegeben wird.
Lassen Sie ungeklärte Fragen sichtbar stehen. Ein leeres Feld kann wie ein Versehen wirken. Eine ausdrücklich benannte Frage zeigt dem Empfänger dagegen, welche Antwort noch fehlt.
Den Plan von einer unbeteiligten Person lesen lassen
Bevor Sie einen Plan im gemeinsamen Ordner für Trainingseinheiten ablegen, bitten Sie einen anderen Trainer, ihn allein anhand des Dokuments in eigenen Worten zu erklären. Dazu eignen sich diese Fragen:
- Welche Symbole stellen Trainingsmarkierungen dar?
- Von welchem Standpunkt aus wird die Zeichnung gelesen?
- Welche Bedeutung haben die Farben?
- Welche Fassung soll verwendet werden?
- Wer klärt eine unverständliche Anweisung?
Überarbeiten Sie die Formulierungen dort, wo der Leser raten muss. Halten Sie eine aktuelle Fassung am vereinbarten Ablageort bereit und kennzeichnen Sie überholte Kopien eindeutig. Das ist besonders hilfreich, wenn auch gedruckte Pläne im Umlauf sind.
Ergibt sich bei der Planung ein Beschaffungsbedarf, beschreiben Sie in Ihrer Anfrage die vorgesehenen Aktivitäten und die organisatorischen Anforderungen. Vereine und Schulen können das Gespräch über die B2B-Seite von TAY Sports beginnen.